Fahrschule „Lichtwiesenbahn“

Nach dem Ende der Bauarbeiten geht es jetzt darum, den Fahrbetrieb vorzubereiten. Dafür sind noch viele Dinge zu erledigen und das gelingt nur, wenn alle Abteilungen der HEAG mobilo eng zusammenarbeiten. Heute blicken wir hinter die Kulisse und sprechen mit Christina Hartung-Menger, die die Straßenbahnfahrschule leitet.

Können Sie sich bitte kurz vorstellen?
Mein Name ist Christina Hartung-Menger. Ich bin seit 30 Jahren bei der HEAG mobilo und war von 1992 bis 2009 als Straßenbahnfahrerin tätig. Dann habe ich in die Fahrschule für das Straßenbahnpersonal gewechselt und bin seit 2019 die Leiterin der Fahrschule.

Wie kann man sich die Arbeit als Fahrschulleiterin vorstellen?
Die Aufgaben als Leiterin sind sehr vielfältig. Hauptsächlich geht es darum, unsere Ausbilder*innen zu koordinieren, die Fahrschulungen einzutakten und Aus- und Weiterbildungen unseres Fahrpersonals zu planen. Darüber hinaus muss jede*r Fahrer*in einmal im Jahr überprüft werden. Das ist sehr zeitaufwendig. Wir führen aber auch Nachschulungen für das Fahrpersonal durch. Zusätzlich übernehmen wir Fahrdienste, wenn Fahrpersonal fehlt, oder führen besondere Fahrten wie beispielsweise die Probefahrt für die Lichtwiesenbahn durch.

Christina Hartung-Menger und ihre Kollegen schulen das Fahrpersonal auf der neuen Strecke

Wie viele Ausbilder gibt es aktuell in der Fahrschule?
Wir sind insgesamt fünf Ausbilder*innen. Zusätzlich haben wir rund ein Dutzend Lehrfahrer*innen, also Fahrer*innen, die uns unterstützen können.

Warum muss das Fahrpersonal auf der neuen Strecke überhaupt geschult werden?
Die Grundlage hierfür ist das einschlägige Regelwerk für den Straßenbahnbetrieb, die sogenannte. Dienstanweisung für den Fahrdienst mit Straßenbahnen (DFStrab). Darin heißt es sinngemäß, dass das Fahrpersonal nur fahren darf, wenn es Kenntnisse der Strecke hat. Jede*r Fahrer*in fährt den neuen Streckenzweig zur Lichtwiese hin und zurück selbst. Zusätzlich müssen unsere Fahrer*innen einmal bei Kolleg*innen mitfahren. Schließlich haben wir einen theoretischen Teil, bei dem wir ein kleines Handbuch ausgeben und die Strecke auf den Plänen und einer Flipchart noch mal durchgehen.

Wie viele Fahrten werden bis zur Inbetriebnahme durchgeführt?
Wir haben einen straffen Zeitplan. Es sind täglich insgesamt sieben Fahrten, vier vormittags und drei am Nachmittag. In dieser Taktung schaffen wir es, das gesamte Fahrpersonal für die Straßenbahn bis Ostern zu schulen. Die Herausforderung ist hierbei, dass wir das mit dem Dienstplan abgleichen müssen und es dort eingeplant werden muss. Neben dem Fahrpersonal muss auch das Werkstattpersonal entsprechend ausgebildet, um im Falle eines Schadens auf dieser Strecke die Fahrzeuge bedienen zu können.

Außer der Praxis gibt es auch einen theoretischen Teil der Schulung.

Welche Besonderheiten gibt es auf dem neuen Streckenabschnitt?
Grundsätzlich ist der neue Abzweig auf der Lichtwiese ein einfacher Abschnitt, da der Verlauf beispielsweise entlang des Lichtwiesenwegs eine gerade Strecke ist. Eine Besonderheit sind sicherlich die vielen Überwege, da legen wir natürlich einen besonderen Fokus darauf. Darüber hinaus gilt unser Augenmerk vor allem dem Bereich der eingleisigen Strecke. Dort müssen die Fahrer*innen sich insbesondere mit der Ampel- und Weichensteuerung vertraut machen. Allerdings haben wir bereit eine ähnliche Situation in Griesheim und somit ist das für die meisten Fahrer*innen nichts grundlegend Neues.

Vielen Dank für das Gespräch!

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