Ein hohes Maß an Präzision

Die Baustelle für die neue Straßenanbindung des TU-Campus Lichtwiese ist ein vielfältiges Projekt. Am Bau der Lichtwiesenbahn sind viele Fachleute und unterschiedliche Gewerke beteiligt. Wir stellen Ihnen auf unserem Blog die Menschen vor, die an der Umsetzung mitwirken. Diese Woche haben wir uns mit Dennis Risse von der SPL Powerlines GmbH unterhalten, der für den Bau der Oberleitungsanlage zuständig ist.

Können Sie sich kurz vorstellen?
Mein Name ist Dennis Risse und ich bin studierter Bauingenieur. Meinen Abschluss zum Diplom-Ingenieur habe ich 2011 an der Hochschule Darmstadt gemacht. Im Anschluss war ich als Bauleiter und Planer für Fahrleitungsanlagen im Nahverkehr bei der Alpine Energie Deutschland GmbH tätig. Seit rund vier Jahren bin ich Projektleiter bei der SPL Powerlines Germany GmbH im Bereich Nahverkehr Süd und Standortleiter der Niederlassung in Lorsch.

Welche Leistungen bietet Ihr Unternehmen?
SPL Powerlines Germany GmbH bietet die technische Ausrüstung von Infrastrukturanlagen für Bahnen mit Gleich- oder Wechselspannung im Fern- und Nahverkehr an. Schwerpunkt ist dabei die Planung, Entwicklung und Errichtung von Oberleitungs- oder Stromschienensystemen für Vollbahnen, Metros, Trolleybusse und Straßenbahnen.

Welche Erfahrungen bringen Sie in das Projekt ein?
In meiner Tätigkeit als Bau- und Projektleiter habe ich in den vergangenen zehn Jahren schon etliche Projekte im Nahverkehr mit Schwerpunkt im Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Raum begleitet. Dadurch habe ich sehr gute Kenntnisse der örtlichen Gegebenheiten und Anforderungen z.B. des Streckennetzes und Bauweisen der Oberleitungsanlage. Die HEAG mobilo kenne ich als Auftraggeber schon seit vielen Jahren und schätze die Zusammenarbeit. Darüber hinaus habe ich viele Jahre selbst in Darmstadt gewohnt und mir liegen deshalb Projekte hier vor Ort natürlich besonders am Herzen.    

Sie sind für die Fahrleitungen zuständig, welche Arbeiten umfasst das bei der Lichtwiesenbahn?
Unsere Arbeiten umfassen die Montage der Oberleitungsanlage mit allen für den Betrieb notwendigen Komponenten ab dem Oberleitungsmast. Dazu zählen Seilverspannungen, Ausleger, Fahrdrähte und Tragseile, aber auch Kabelarbeiten wie das Verlegen und Anschließen von Speisekabeln und der Kompensationsleitung.

Wie kann man sich Ihren Arbeitsalltag vorstellen?
Ich begleite das Projekt vom Angebot bis zur Abnahme. Meine Aufgaben sind hierbei Abstimmungen mit dem Kunden, also der HEAG mobilo, aber auch mit den anderen Gewerken. Darüber hinaus kümmere ich mich um die Material- und Gerätedisposition, Terminplanung, Einteilen und Einweisen der Montagekolonnen, Aufmaßerstellung und Kostenkontrolle.

Gibt es aus Ihrer Sicht Besonderheiten beim Projekt Lichtwiesenbahn?
Die Besonderheit hier ist die Kompensationsleitung. Es müssen insgesamt ca. 10,5 km Kabel abschnittsweise verlegt, am Mast hochgeführt und angeschlossen werden. Dabei ist die Herausforderung, dass der Abstand zwischen dem im Boden verlegtem Kabelpaket und dem Fahrdraht genau festgelegt ist. Dies erfordert ein hohes Maß an Präzision beim Errichten der Anlage und die Toleranzen sind deshalb geringer als üblich.

Vielen Dank!

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