Ein positives Projekt für Darmstadt

Eine Baumaßnahme wie die Lichtwiesenbahn ist ein komplexes Vorhaben. Thomas Stolze behält als Projektleiter den Überblick und sorgt dafür, dass Termin- und Kostenvorgaben eingehalten werden und alle an einem Strang ziehen. Wir haben uns mit ihm über seine Arbeit unterhalten.

Welche Ausbildung und fachliche Erfahrung bringst du mit?
Ich habe Bauingenieurswesen studiert und mich dabei auf die Bereiche Straßenbau und Siedlungswasserwirtschaft konzentriert. Im Anschluss habe ich mehrere Jahre berufliche Erfahrung in der Bau- und Projektleitung öffentlicher und privater Vorhaben gesammelt. Dabei habe ich unterschiedliche Projekte geleitet vom Tiefbau, Straßenbau, Kanalbau bis zum Rohrleitungsbau.

Thomas Stolze
Thomas Stolze ist bei der HEAG mobilo als Projektleiter für den Bau der Lichtwiesenbahn verantwortlich.

Wie kann sich der Laie die Arbeit eines Projektleiters für die Lichtwiesenbahn vorstellen?
Die Arbeit ist sehr umfangreich. Grundsätzlich ist ein Projektleiter bei einem solchen Bauvorhaben für die operative Planung und Steuerung des Gesamtprojekts verantwortlich. Das heißt, man muss ein Allrounder sein. Es geht dabei dann vor allem um Fragen der Projektorganisation und -planung und insbesondere um die Einhaltung des Projektbudgets. Ich steuere auch die beauftragten Baufirmen und die anderen Partnerbüros. Es gibt eine Vielzahl an Terminen, die koordiniert und eingehalten werden müssen, und wir müssen uns eng mit unseren Projektpartnern, der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der TU Darmstadt, abstimmen. Am Ende vertrete ich das Projekt auch nach außen.

Wie ist es, ein Bauprojekt von der Planung in die konkrete Umsetzung zu bringen?
Die Bauausführung ist die Umsetzung einer erfolgreichen Planung. Die Kollegen haben in den vergangenen Jahren hochkomplexe Fragestellungen intensiv bearbeitet, abgestimmt und festgelegt. Die Behörden haben das alles geprüft und genehmigt. Für die erfolgreiche Umsetzung der Lichtwiesenbahn sind jetzt die Projektziele der einzelnen Bauphasen das primäre Ziel. Momentan arbeiten wir unter Hochdruck mit allen Beteiligten daran, dass es in wenigen Wochen mit dem Bau losgehen kann.

Welche Herausforderungen siehst du bei den Bauarbeiten zur Lichtwiesenbahn? Und welche Bauarbeiten sind besonders komplex?
Aufgrund der Größe des Bauvorhabens ergeben sich eine Vielzahl an schwierigen Situationen. Aber insbesondere die Bauarbeiten für den Umbau der Haltestelle „Hochschulstadion“ und der Einbau des erschütterungsarmen Masse-Feder-Systems unter anderem in der Kreuzung Nieder-Ramstädter Straße sind besonders komplexe Aspekte. Größere Herausforderungen sind aus meiner Sicht den Betrieb der TU möglichst wenig zu beeinträchtigen, insbesondere während der Prüfungszeiträume, aber auch die Gewährleistung eines reibungslosen Verkehrs auf der Nieder-Ramstädter Straße während Bauarbeiten.

Du kommst aus Darmstadt, wie siehst du die Veränderung an der Lichtwiese?
Ich sehe die sehr positiv. Ich bin selbst auf die Georg-Büchner-Schule gegangen und habe in Darmstadt studiert. Ich kenne also die Lichtwiese ganz gut und finde die Streckenerweiterung eine gute und umweltfreundliche Möglichkeit, um überlastete Strecken und die Anwohner zu entlasten. Ich freue mich jedenfalls, in der eigenen Stadt etwas Positives und Zukunftsträchtiges bewirken zu können.

Vielen Dank für das Gespräch!

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