Gerüttelter Boden

Wer heute direkt neben der Baustelle an der Lichtwiese im Bereich zwischen Kletterhalle und Hochschulstadion unterwegs war, hat es sicherlich gespürt: Die Bodenverdichtungsarbeiten mithilfe des sogenannten Rüttelstopfverfahrens waren in vollem Gange. Dort, wo zukünftig die Fahrleitungsmaste der Straßenbahn stehen sollen, wurde mit einer speziellen Bauweise der Baugrund verdichtet und so für die anstehenden Gründungsarbeiten vorbereitet.

Bevor aber diese Arbeiten beginnen konnten, mussten die Bereiche noch einmal großflächig durch die Kampfmittelsondierer freigemessen werden, damit durch die Vibration keine unbekannten Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg aus Versehen in die Luft gehen.

Mit dem Rüttelstopfverfahren wurde heute der Boden punktuell verdichtet.

Da keine Kampfmittel gefunden wurden, konnten im nächsten Schritt Mitte dieser Woche die Suchschachtungen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass keine Leitungen oder Kabel im Weg liegen. Diese Schachtungen wurden dann mit Schotter verfüllt, der heute schließlich einvibriert wurde. Hierfür wird an einen Bagger ein Rüttelgerät und ein Stahlträger montiert. Durch die Vibration verfüllt der Schotter Hohlräume im Untergrund und verdichtet nach und nach den Boden. Hier kann es auch sein, dass das Verfahren mehrmals angewendet werden muss, bis die gewünschte Dichte hergestellt ist. Wenn diese Arbeiten erfolgreich waren, kann ab nächster Woche mit den Bohrrohrgründungen und der Herstellung der Fundamente für die Fahrleitungsmaste begonnen werden.

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